Manchmal wenn mein Blick weit wird für mein Herz, dann kann ich wie von einem Berggipfel auf die Welt schauen. Meine Gedanken rauschen leicht und melodiebeflissen, wie ein Gebirgsbach Richtung Tal, Richtung Meer:
Ich interessiere mich nicht dafür, welche politische Ideologie du für richtig hältst, um den Frieden auf der Welt zu garantieren. Ich will wissen, ob deine Worte im Alltag öfter Waffen oder Balsam sind.
Ich möchte nicht von dir erfahren, welcher Religion oder spirituellen Richtung du dich zugehörig fühlst. Ich will wissen, ob du den Mut hast deine Hand dem frierenden Obdachlosen auf der Straße zu reichen, dich hinzuhocken und auf Augenhöhe mit ihm da zu sein.
Ich interessiere mich nicht dafür, wie viele Freunde du zu deinen zählst. Ich will wissen, ob dir selbst ein guter Freund sein kannst, wenn gerade keiner zu dir steht.
Berichte mir nicht von der Größe deiner Visionen und Träume, erzähle mir von der kleinsten Sehnsucht, die du bereits verwirklichen konntest.
Sag mir nicht welche Ausbildungen, Seminare und Fortbildungen du besucht hast, lass mich wissen, wie sehr der Tanz mit deinem Leben dein Herz verfeinert hat.
Schildere mir nicht wie man Hunger, Leid und Ungerechtigkeit aus dieser Welt bannen könnte, erzähl mir von den Momenten, in denen du als Erwachsener so rein zu lieben fähig warst, wie ein Kind.
Alexander
Samstag, 22. Oktober 2016
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Clowndo- Wer macht mit?
Weiter fahre ich mit roter Nase zur Arbeit, jeden Arbeitstag. Es eröffnen sich so viel schöne Momente und Begegnungen, dass ich mich frage, warum ich eigentlich nicht immer auf diese Weise in die Welt hinausgehe.
Menschen fahren oft einige hundert Meter neben mir und fragen mich interessiert nach den Hintergründen meiner Clown-Fahrt.
Eine junge Dame ist kürzlich bewusst einige Kilometer hinter mir gefahren, ohne dass ich es wusste. Als ich ihr dann an der Ampel stehend einen guten Tag wünschte, meinte sie: "Ich bin die ganze Zeit hinter ihnen gefahren und hab mich ständig an dem aufgeladen und erfreut, was sie da machen."
Somit will ich gerne ein aus dem Ärmel geschütteltes Projekt starten: Clowndo- Aufm Arbeitsweg mit roter Nase. Macht mit! Tut mit! Erforscht es! Ich lade jeden von euch ein mit roter Nase zur Arbeit zu fahren, zu gehen, zu radeln, für einen Teil der Strecke oder von Tür zu Tür. Wenn ihr es leichter haben wollt, sucht euch Freunde/Kollegen, die mitmachen. Es kann euch nichts passieren, ihr könnt nur neue, spannende, lebendige Erfahrungen machen. Menschen aller Länder und Regionen, aller Herkunft lieben Freundlichkeit, Humor, Höflichkeit, Aufmerksamkeit und menschliche Begegnungen.
Wer von euch macht mit? Berichtet über eure Erfahrungen!
In Freude,
Euer Alexander
Menschen fahren oft einige hundert Meter neben mir und fragen mich interessiert nach den Hintergründen meiner Clown-Fahrt.
Eine junge Dame ist kürzlich bewusst einige Kilometer hinter mir gefahren, ohne dass ich es wusste. Als ich ihr dann an der Ampel stehend einen guten Tag wünschte, meinte sie: "Ich bin die ganze Zeit hinter ihnen gefahren und hab mich ständig an dem aufgeladen und erfreut, was sie da machen."
Somit will ich gerne ein aus dem Ärmel geschütteltes Projekt starten: Clowndo- Aufm Arbeitsweg mit roter Nase. Macht mit! Tut mit! Erforscht es! Ich lade jeden von euch ein mit roter Nase zur Arbeit zu fahren, zu gehen, zu radeln, für einen Teil der Strecke oder von Tür zu Tür. Wenn ihr es leichter haben wollt, sucht euch Freunde/Kollegen, die mitmachen. Es kann euch nichts passieren, ihr könnt nur neue, spannende, lebendige Erfahrungen machen. Menschen aller Länder und Regionen, aller Herkunft lieben Freundlichkeit, Humor, Höflichkeit, Aufmerksamkeit und menschliche Begegnungen.
Wer von euch macht mit? Berichtet über eure Erfahrungen!
In Freude,
Euer Alexander
Freitag, 30. September 2016
Brief von Patch
Vor kurzem flatterte wieder ein Brief von meinem Freund Patch Adams in meinen Postkasten. Unbändig ist seine Begeisterung für eine "Love Revolution", wie er es nennt. Ein Erlebnis, das er mir in diesem Brief geschildert hat, will ich gerne mit euch teilen, weil es so unendlich berührt und zeigt, welch unermessliche, nachhaltige Kraft Clownen haben kann. Euer Alexander
Patchs Erlebnis:
"I don't know if you know this story. You know, when I go to a hospital I ask for who is suffering the most and last February I did it in Ecuador and they led me to the room of this 5-year old girl Valesca. Her story is that she war raped 2 months before and since that time had not opened her mouth in any way. Not to speak, cry or eat. She was starving to death. The NG-tube you see (on the photo) did not work and the next day they were planing an abdominal operation to make a window into her stomach to feed her. I stayed an hour and I was stunned. She had the saddest face I ever remember (and I've seen many sad ones). In the entire hour I saw NO light in her eyes- no expression. For 20 minutes I just held and stared- stunned, the 2nd 20 minutes she let me hold er hand and the last third I lay on the floor and she fell asleep. Never did I see any life in her face. I thought nothing had happened. I was so fixed on her I didn't see 15-20 staff wacht from the sideline- who were so taken by "what happened" that they canceled the operation. I wondered what they had done for those 2 months? I had to return the next day and spend another hour with her and it was the same- no facial life. We left Ecuador, but contacts kept track of her and two days later she was running up to people, hugging them, and a week later she was home playing, eating and back at school. Below is a photo of her 3 months later- I don't even recognize her."


Patchs Erlebnis:
"I don't know if you know this story. You know, when I go to a hospital I ask for who is suffering the most and last February I did it in Ecuador and they led me to the room of this 5-year old girl Valesca. Her story is that she war raped 2 months before and since that time had not opened her mouth in any way. Not to speak, cry or eat. She was starving to death. The NG-tube you see (on the photo) did not work and the next day they were planing an abdominal operation to make a window into her stomach to feed her. I stayed an hour and I was stunned. She had the saddest face I ever remember (and I've seen many sad ones). In the entire hour I saw NO light in her eyes- no expression. For 20 minutes I just held and stared- stunned, the 2nd 20 minutes she let me hold er hand and the last third I lay on the floor and she fell asleep. Never did I see any life in her face. I thought nothing had happened. I was so fixed on her I didn't see 15-20 staff wacht from the sideline- who were so taken by "what happened" that they canceled the operation. I wondered what they had done for those 2 months? I had to return the next day and spend another hour with her and it was the same- no facial life. We left Ecuador, but contacts kept track of her and two days later she was running up to people, hugging them, and a week later she was home playing, eating and back at school. Below is a photo of her 3 months later- I don't even recognize her."
Samstag, 24. September 2016
Fahrradclown
In meiner neuen Arbeit geht es oft zu streng, zu ernst und in zu dichtem Takt zur Sache. Viel zu schnell lasse ich mich, gerade als Neuling dort, von so einer Atmosphäre vereinnahmen. Um diesbezüglich einen anderen Weg zu finden, bin ich die letzten Male immer mit roter Clownnase am Fahrrad zur Arbeit gefahren. Manchmal kostete es echt Überwindung, mich um 7:30Uhr in der Früh schon so zu öffnen. Aber jedesmal erwartete mich da draußen eine Flut an Freude und Ermutigung. Es aktivierte die spielfreudige, befreite Seite in mir, die sich über alle konventionellen Rollenbilder und Schemata erhebt. Mit diesem Schwung zur Arbeit zu gehen ist herrlich. In den Kollegen wurde dann auch immer etwas humorvolles aktiviert- Spiegelneuronen funktionieren wirklich. Und ich konnte mich mutig von all den Mustern befreien, die Jungärzte am Anfang oft in Befangenheit nehmen: ich muss mich von der besten Seite zeigen, ich darf keine Fehler machen, ich muss so tun, als würde ich alles schon wissen, etc. Der Clown in uns ist ein Revolutionär, er muss sich nicht an Konventionen halten, muss den Schein nicht wahren, muss sich nicht verbiegen, er ist, wie er ist und er nennt die Dinge beim Namen.
Während einer Fahrradfahrt mit roter Nase zur Arbeit sagte ein Mann zu mir: "Jetzt gibt's also auch schon Fahrradclowns. Das ist ja echt gut!"
Probiert es aus und seht, was passiert!
Yiippiieeee!
Euer Alexander
Während einer Fahrradfahrt mit roter Nase zur Arbeit sagte ein Mann zu mir: "Jetzt gibt's also auch schon Fahrradclowns. Das ist ja echt gut!"
Probiert es aus und seht, was passiert!
Yiippiieeee!
Euer Alexander
Sonntag, 18. September 2016
Ein Hauch von Afrika in München
Gestern durfte ich Teil eines Abschiedsfestes von Flüchtlingen sein, die von einem Heim in meiner Nähe in ein anderes, etwas weiter entferntes übersiedeln.
Da wir dort schon mehrmals geclownt haben, freute ich mich sehr über einige bekannte Gesichter.
Am meisten beeindruckte mich allerdings, dass die Live-Band keine 5 Minuten musiziert hatte und im Nu fast alle afrikanischen Flüchtlinge auf der Tanzfläche waren und begeistert ihre Hüften schwangen.
Mein Herz wurde ganz warm, als ich das sah und natürlich tanzte ich mit meinem Töchterchen am Arm sofort mit. Genau das hat in meiner Zeit in Afrika immer so derart fasziniert: Die ständige Bereitschaft der Menschen das Leben spontan zu feiern und loszutanzen, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet- aller schwieriger Umstände zum Trotz.
Diesen Esprit nehme ich wieder ganz bewusst im Herzen mit.
Lasst uns die Einladungen zum Feiern des Lebens im Alltag sehen und lasst uns immer begeistert mittanzen (und wenn es sich dabei denkt: "Nicht jetzt!" oder "Nicht hier!", dann macht es trotzdem. Ihr werdet spüren, wie euch die Freude angenehm durchflutet).
Euer Alexander
Da wir dort schon mehrmals geclownt haben, freute ich mich sehr über einige bekannte Gesichter.
Am meisten beeindruckte mich allerdings, dass die Live-Band keine 5 Minuten musiziert hatte und im Nu fast alle afrikanischen Flüchtlinge auf der Tanzfläche waren und begeistert ihre Hüften schwangen.
Mein Herz wurde ganz warm, als ich das sah und natürlich tanzte ich mit meinem Töchterchen am Arm sofort mit. Genau das hat in meiner Zeit in Afrika immer so derart fasziniert: Die ständige Bereitschaft der Menschen das Leben spontan zu feiern und loszutanzen, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet- aller schwieriger Umstände zum Trotz.
Diesen Esprit nehme ich wieder ganz bewusst im Herzen mit.
Lasst uns die Einladungen zum Feiern des Lebens im Alltag sehen und lasst uns immer begeistert mittanzen (und wenn es sich dabei denkt: "Nicht jetzt!" oder "Nicht hier!", dann macht es trotzdem. Ihr werdet spüren, wie euch die Freude angenehm durchflutet).
Euer Alexander
Dienstag, 13. September 2016
Clown-WS-Witten im August! OLÉ!
Auch heuer durften wieder Elvis und ich im Rahmen der
Sommerakademie für integrative Medizin einen Clown-Workshop halten für Menschen
aus dem Gesundheitswesen.
Es war wahrlich ein Fest. Der Workshop gestaltete sich sehr
interaktiv. Im Laufe der Woche war immer eine Person der König bzw. die Königin
und konnte sich zum selbstgewählten Zeitpunkt etwas wünschen. So entstand zum
Beispiel spontan ein königliches Schokoladenturnier oder eine gemeinsam
inszenierte Seilschaft in einer Bergtour. Die Spielfreude wurde geweckt und der
Clownsesprit blitzte aus den Augen der TeilnehmerInnen hervor.
Wir sind jedes Mal beglückt, welch inspirierenden Menschen
wir dabei begegnen und kennenlernen dürfen. Ja welch geniale wunderbare Clowns und
Clowninnen zum Vorschein kommen, den Mut haben, sich zu zeigen und mit uns
voller Hingabe in die Welt der Clownsabenteuer eintauchen! OLÉ!!!
DANKE EUCH!!!
Mittwoch, 7. September 2016
Aus dem Landshut gezaubert
Letzten Mittwoch durfte ich mit Sonja, Ursula und Oliver in der Kinderpsychiatrie Landshut clownen gehen. Wir hatten in der Formation noch nie gemeinsam gespielt, hatten keine Zeit unseren Auftritt vorher zu proben und staksten da und dort so richtig herrlich clownesk wie ein Haufen wilder Hühner durcheinander. Das Feedback war berührend. Ein Bub meinte hochtönend: "So glücklich war ich noch nie!"
Zu diesem Besuch fällt mir noch ein, dass man als Clown manchmal das Gefühl hat, dass es nicht läuft, es nicht fließt, etc. Mein Freund Patch Adams sagte zu mir einmal, dass ich nie vergessen solle, dass die kleinste Gesten, das zarteste Lächeln im Vorübergehen, die kleinste Berührung des Clowns, für den Clown oft kaum merkbar, dem Gegenüber aber unendlich viel bedeuten. Patch zieht diese Erfahrung aus unzähligen herzlichen Dankesbriefen von Leuten, denen er oft nur kurz, fast unmerklich im Vorbeigehen begegnet war.
Manchen Leuten bedeutet eben nur ein liebevolles Lächeln die Welt und bringt sie dazu zu sagen: "So glücklich war ich noch nie!"
Samstag, 13. August 2016
Lightly...
Hier ein Zitat für euch, dass ich von meinem letzten Clownworkshop mitgenommen habe:
"It's dark because you're trying too hard. Lightly, child, lightly.
Learn to do everything lightly. Think lightly, act lightly, feel lightly. Yes,
feel lightly, even though you're feeling deeply. Just lightly let things happen
and lightly cope with them.'
I was so preposterously serious in those days,
such a humorless little prig.
Lightly, lightly—it was the best advice ever given me. So throw away all your baggage and go forward. There are quicksands all about
you, sucking at your feet, trying to suck you down into fear and self-pity
and despair. That's why you must walk so lightly. Lightly, my darling…”
Aldous Huxley, Island
Merci Gauting! Oh ja! DANKE! Lachen ist ansteckend!
Ja, merci Gauting! Danke! Es war für mich ein wunderbarer
Abend mit meinen zwei Clownsbrüdern dort den Menschen zu begegnen.
Gleich zu Beginn des Abends als wir in Zeitlupe den Raum
betraten und die Leute in den Reihen begrüßten, traf ich auf eine ältere Dame.
Wir schauten uns in die Augen. Ich hatte einen roten Punkt auf der Nase. Sie
betrachtete ihn, nahm ihren Finger und strich etwas von der roten Farbe von
meiner Nase auf ihre Nase. Sie machte das ebenso ganz langsam und bedächtig. Das
war ein sehr schöner und berührender Moment für mich.
Ein paar Tage später eröffnete sich dieser Moment als
absolut sinnbildlicher Akt für mich. „LACHEN IST ANSTECKEND.“ Wie manchmal der
Schnupfen, die rote Farbe von Nase zu Nase.
Dazu möchte ich euch eine kleine Anekdote erzählen. Ein
Arbeitskollege von mir erzählt unseren Patienten gerne Witze. So kam es, dass
wir letztens vor einer Visite uns gegenseitig Witze erzählten. Dabei musste ein
Kollege so lachen, dass ihm Tränen aus den Augen liefen und wir anderen vom
Team ebenso. Wir glaubten, der Lachflash sei schon vorbei und holten die
nächste Patientin zur Visite. Doch das Gelächter ging von neuem los. Der
Kollege verließ ruckartig das Zimmer. Ich sagte zur Patientin, die sehr
schüchtern war und kaum redete, ob sie sowas kenne, dass man manchmal einfach
nicht mehr zum Lachen aufhören könne. Unsere Stimmung wahrnehmend lachte sie
ebenso und meinte, dass sie das gut kenne.
Ich konnte wahrnehmen, wie diese Lebendigkeit unbeabsichtigt
auch zu ihr übersprang und sich ihr Körper leicht lockerte. Es schien sie zu
amüsieren, uns so menschlich zu erleben. Ansonsten laufen Visitengespräche doch
etwas formaler ab.
Später erzählte mir die Mutter nebenher im Gespräch, wo es
der Patientin schon besser ging, dass ihre Tochter glaubte, sie werde wohl nie
mehr lachen können, so wie früher. Da
dachte ich mir, na dann hat das super zusammengepasst, dass sie just in diesem Moment
zur Visite kam und sich vom Lachen anstecken lassen konnte. Dabei wurde mir
wieder bewusst, wie wichtig es ist, die eigene Lebensfreude, das Lachen, den
Humor bei sich selbst und im Team zu leben. Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein
Funke, ein guter Virus sozusagen auf unsere Patienten, auf unsere Mitmenschen
überspringt, steigt damit vermutlich enorm. ;-) Ja und ich merke, auf diese
kleinen Momente der menschlichen Begegnung kommt es oft an, präsent zu sein,
mit allem was gerade da ist, Freude und Schmerz.
Danke, liebes Team, für das viele Lachen und dass mit euch Humor so gut erlebbar ist.
Ja dazu möchte ich uns allen Mut machen. Augusto Boal, der
das „Theater der Unterdrückten“ entwickelt hatte, sagt: „Es braucht Mut, um
glücklich zu sein.“
Donnerstag, 11. August 2016
Kraftgitarre
Clown-Sein im Alltag ist bei Zeiten eine Herausforderung.
Manchmal behindert uns unsere Sicht auf die Welt und unsere Sicht auf uns selbst das zu leben, was uns seit jeher ins Herz gelegt wurde.
Schlechte Laune, Energielosigkeit, Verletzungen, Ereignisse im Außen und einiges anderes können uns davon abhalten uns dem Leben liebevoll zu öffnen und in diesem Esprit allen Menschen zu begegnen.
Doch was macht es uns leichter die Pforten des Herzens weit werden zu lassen?
Dazu möchte ich folgende Geschichte erzählen:
Nach einem fordernden Arbeitstag fuhr ich geschwinde mit meiner Gitarre am Rücken durch München, weil ich an ihr etwas reparieren lassen wollte. Ich machte auch noch Halt in einem Bioladen. Beim Zahlen an der Kasse fiel mir auf, dass die Verkäuferin sehr gestresst war. Ich fragte, ob sie denn einen guten Tag gehabt habe. Sie meinte ein bisschen was fehle noch für einen guten Tag. Ich spürte, dass noch immer meine Gitarre in der Tasche am Rücken trug, folgte einem inneren Spielimpuls und spielte stante pede ein Ständchen für die Verkäuferin. Sie zerkugelte sich förmlich vor lachen und bedankte sich herzlich. Ihre Augen begannen zu leuchten.
So oft helfen uns ureigenste Kraftgegenstände ein Tor in uns zu öffnen. Meine Gitarre erinnerte mich in diesem Moment an die Kraft, die Kreativität, den Mut, die Liebe, die in mir steckt und so ließ ich meinem Clown freien Lauf.
Wie viel weniger Patienten hätte ich in der Praxis, wenn diese Art der zutiefst menschlichen Begegnung, Alltag werden könnte?
What a wonderful world!
Euer Alexander
Manchmal behindert uns unsere Sicht auf die Welt und unsere Sicht auf uns selbst das zu leben, was uns seit jeher ins Herz gelegt wurde.
Schlechte Laune, Energielosigkeit, Verletzungen, Ereignisse im Außen und einiges anderes können uns davon abhalten uns dem Leben liebevoll zu öffnen und in diesem Esprit allen Menschen zu begegnen.
Doch was macht es uns leichter die Pforten des Herzens weit werden zu lassen?
Dazu möchte ich folgende Geschichte erzählen:
Nach einem fordernden Arbeitstag fuhr ich geschwinde mit meiner Gitarre am Rücken durch München, weil ich an ihr etwas reparieren lassen wollte. Ich machte auch noch Halt in einem Bioladen. Beim Zahlen an der Kasse fiel mir auf, dass die Verkäuferin sehr gestresst war. Ich fragte, ob sie denn einen guten Tag gehabt habe. Sie meinte ein bisschen was fehle noch für einen guten Tag. Ich spürte, dass noch immer meine Gitarre in der Tasche am Rücken trug, folgte einem inneren Spielimpuls und spielte stante pede ein Ständchen für die Verkäuferin. Sie zerkugelte sich förmlich vor lachen und bedankte sich herzlich. Ihre Augen begannen zu leuchten.
So oft helfen uns ureigenste Kraftgegenstände ein Tor in uns zu öffnen. Meine Gitarre erinnerte mich in diesem Moment an die Kraft, die Kreativität, den Mut, die Liebe, die in mir steckt und so ließ ich meinem Clown freien Lauf.
Wie viel weniger Patienten hätte ich in der Praxis, wenn diese Art der zutiefst menschlichen Begegnung, Alltag werden könnte?
What a wonderful world!
Euer Alexander
Abonnieren
Posts (Atom)



